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AIRFIELD SCHÄNIS

Glider Cup 2025

5. Tag, 19. Juli 2025

Bericht von Luc d'Hooge

No Task. Free gliding.

Again a mixed weather forecast, a warm humid day with relatively strong thermals, not much wind, but heavy rains expected in the early afternoon around 2:30. This resulted in a day with not too much traffic in the air, almost no paraglider, albeit the holiday period may have contributed to this as well.

No task, free gliding, sprint: flying the longest distance in a 2 hours time frame. Weglide will automatically select you best 2 hours without altitude loss respecting the maximum way points.

With just two tow planes available and all opting for the Gufelstock , we basically started in 3 groups of two gliders, all between 11:10 and 12:05.

The start was for most a bit cumbersome with rather weak thermals around the Gufelstock, slightly stronger at the Ruchsitenstöckli. The first group opted for the Rotrüfner, the second for the nearby Foostock. Most gained altitude on the north side of the Calfeisental before jumping over the Rhine Valley to either Davos or the mountains between Arosa and Lenzerheide. Amazing that in this fascinating chess game with weather and toporgraphy so many come to the same or similar solutions. From here on a few went to the Swiss National Park, some more south to Parc Ela, some turned back just after crossing the Flüelapass, one turned back a bit earlier above Pizol. The way back was for most the south side of Prättigau, just one team did choose the north side.

I was again amazed how efficient these gliders are, and by moments very happy to be in a two seater with a very experienced pilot (Thomas) at my back. Again this was a day with thrilling views where I learned (and I guess most novices did) enormously.

Most teams had a very similar result with just 2 sprint points difference between the third and the winner. Congrats to all.

And perhaps even more importantly all landed safely before 2:50. We finished the day sharing experiences and tactics with a nice beer (thanks to Armin) at the Grillplatz under pouring rain and low clouds (while I worked a bit on my Schwiizerdütsch).

Thanks for organizing the cup and thanks for those managing the Flugplatz this Saturday!


 

4. Tag, 21. Juni 2025

Bericht von Harry Groenert

Wenn Segelflug auf die Alpen trifft ...

... oder: wie man mit neun Piloten, ein paar Cumuluswolken und einer Portion Thermikglück einen unvergesslichen Flugtag zaubert.

Der Start: 9 Piloten, 1 Mission, unendlich viele Möglichkeiten

Was braucht man für einen perfekten Segelflug-Wettkampftag? Richtig: neun mutige Piloten (acht davon im kuscheligen Doppelsitzer, einer solo im schicken Discus 2b), ein paar vielversprechende Cumuli und den unbändigen Willen, der Thermik zu zeigen, wer das Sagen hat.

Der erste Start erfolgte um 10:44 Uhr - nicht zu früh, nicht zu spät, sondern genau richtig für das, was Meteorologen als "zügige Thermikentwicklung" bezeichnen. Der letzte Pilot hob um 12:44 Uhr ab und es zeigte sich, dass es die Thermik ernst meint. Perfekte Bedingungen für eine 2-Stunden-Freeflight-Aufgabe im Sprint-Format. Das ist der Modus, bei dem WeGlide automatisch die besten 120 Minuten mit dem höchsten Durchschnittstempo heraussucht. Clever, oder? Es gibt keine klassischen Wendepunkte, man kann einfach fliegen, was das Zeug hält.

Zwei Flugstile, zwei Welten

Einige unserer Piloten entschieden sich für die bewährte Strategie "in der Nähe bleiben, auch wenn's unfreiwillig ist". Diese Gruppe drehte tapfer ihre Runden rund um den Walensee. Nicht etwa, weil sie die Aussicht so besonderst schätzten - obwohl diese wirklich traumhaft war -, sondern weil sich die Thermik bei den Churfirsten einfach nicht so recht zeigen wollte wie erhofft.

Besonders die Spätstarter hatten es schwer. Während die frühen Vögel schon in der warmen Luft badeten, kämpften sie noch um jeden Meter Höhe. Das Ergebnis: Sicherheit geht vor. Alle sind heil gelandet, und das ist bekanntlich die wichtigste Regel im Segelflug.

Unterengadin, wir kommen!

Die zweite Gruppe hatte offenbar beim Frühstück Mut-Müesli gegessen und stürzte sich kopfüber in die alpine Abenteuerzone. Ziel: Unterengadin! Diese Helden flogen vorbei an Samedan (wo andere Urlaub machen), über den beeindruckenden Ofenpass - eine echte Alpen-Wasserscheide und definitiv nichts für Menschen mit Höhenangst -, über Zernez und durch den Nationalpark.

Der Ofenpass wurde dabei zu einem der absoluten Höhenfenster des Tages und zum perfekten Beweis dafür, dass man mit einem Segelflugzeug spektakuläre Aussichten geniessen kann. Alpiner geht es kaum!

Die Zahlen: Wenn Zentimeter über Sieg entscheiden

Jetzt wird's spannend: Die Top 5 lagen so eng beieinander, dass man schon fast ein Mikroskop brauchte, um die Unterschiede zu erkennen. Ganze dreieinhalb Punkte trennten die Spitzengruppe - das ist segelflugmässig praktisch ein Fotofinish.

Die geflogenen Sprintdistanzen bewegten sich zwischen 171 und 182 Kilometern bei Geschwindigkeiten von 88.4 bis 91.3 km/h. Das zeigt: Manchmal entscheidet wirklich ein halber Punkt über Sieg oder Niederlage.

Das Finale: Gewitter, Grill und glückliche Gesichter

Was für ein Tag! Hitze nicht nur am Boden, sondern auch in der Luft - im wahrsten Sinn des Wortes. Ein grosser Dank geht an alle Organisatoren, meinen geduldigen Lehrmeister auf dem hinteren Sitz und natürlich an den DMSt-Index, der uns den Sieg beschert hat. Manchmal braucht man eben auch ein bisschen Glück.

Aber das Schöne am Segelfliegen ist, dass das Ergebnis gar nicht das Wichtigste ist. Als die Gewittergefahr zunahm, haben wir klug entschieden, den Tag rechtzeitig zu beenden. So blieb Zeit für das eigentliche Highlight: ein Grillfest mit zufriedenen Gesichtern und spannenden Fluggeschichten.

Für mich persönlich war das Lernen der grösste Gewinn. Gerade beim Gebirgsflug bleibt es immer spannend: Die Berge verzeihen keine Nachlässigkeit, belohnen aber taktisches und kluges Fliegen mit unvergesslichen Erlebnissen. Und es gilt für mich, dass es noch viel zu lernen gibt.

Ein besonderer Dank geht an unsere zwei Grillmeister - ohne Euch wäre der Tag nur halb so schön gewesen. Denn was nützt der beste Segelflug, wenn man danach nicht bei Bratwurst und kühlen Getränken darüber fachsimpeln kann?

Mitmachen lohnt sich!

Mein Tipp an alle Neueinsteiger und Noch-nicht-Mitmacher: Traut Euch zum nächsten Glider Cup! Ihr lernt nicht nur jede Menge über Segelfliegen, Wetter und Taktik, sondern erlebt auch eine fantastische Gemeinschaft.

In diesem Sinn: Bis zum nächsten Mal in der Luft - hoffentlich mit noch mehr mutigen Piloten, die sich trauen, die Alpen unsicher zu machen.


3. Tag, 17. Mai 2025

Bericht von Samuel Krieg 

Wettbewerbsaufgabe

Nach einem zweiten Glider-Cup-Tag, der wetterbedingt nicht durchgeführt werden konnte, waren die Vorhersagen für den dritten Task am 17. Mai deutlich besser, sodass die Wettbewerbsaufgabe Nr. 3 ausgeschrieben wurde: 337 km von Rieden über Olten bis ins Jura-Gebirge zur Passhöhe Vue des Alpes (zwischen La Chaux-de-Fonds und Neuchâtel).

Wetterbedingungen und Start

Die Wetterbedingungen waren von Anfang an vielversprechend. Schon während des Briefings konnte man die ersten Cumuli am Himmel entstehen sehen – ein gutes Zeichen für thermische Aktivität. Die ersten Piloten starteten bereits um 11 Uhr.

Distanz: 338,5 km

Geschwindigkeit: 99,5 km/h

Dauer: 3h 24m

Rieden - Olten

Eine grosse Herausforderung dieser Aufgabe auf dem Weg nach Olten stellten die Lufträume von Zürich und Basel dar. Zwar waren am Morgen die LSR Bachtel und Albis durch die TMA Zürich offen, was es ermöglichte, relativ direkt in Richtung des ersten Wendepunkts Olten zu fliegen. Danach musste jedoch entweder tief unter der TMA von Zürich durchgeflogen oder ein Umweg in Kauf genommen werden. Glücklicherweise standen knackige Aufwinde zur Verfügung, welche halfen, an der Untergrenze der TMA entlangzufliegen.

Olten - Vue des Alpes

Nach dem Wendepunkt Olten war der Einstieg durch die Lufträume von Basel in der Höhe beschränkt. Im Jura angekommen, konnte dann aber sogar im Geradeausflug Energie aus der Luft mitgenommen werden und nach der TMA Basel entspannt an Höhe gewonnen werden.

Anspruchsvoll war einerseits die Wahl der Falten bzw. Kämme des Jura, um möglichst effizient zur Vue des Alpes zu kommen. Andererseits fand gerade die Segelflug-Schweizermeisterschaft statt, deren Aufgabe ebenfalls entlang des Jura führte. Dies bedeutete regen Verkehr im Luftraum und erforderte volle Konzentration.

Vue des Alpes - Rieden

Für den Rückweg bot sich wieder der Jura an, da auf direktem Weg nicht viele Wolken zu sehen waren und die TMA von Bern im Weg stand. Da nicht mehr über Olten gewendet werden musste, konnte die TMA Basel ausgelassen werden. Mit genügend Höhe und gutem Winkel war dann der Einflug unter die TMA von Zürich relativ entspannt.

Leider war die LSR Albis am Nachmittag nicht mehr aktiv, was zu einem eher tiefen Rückweg über den Zürichsee führte. Dies machte den letzten Abschnitt noch spannend, da sich die Wolken bereits grossflächig ausgebreitet hatten und keine grosse Auswahl an durch Wolken gekennzeichnete Thermik mehr zuliessen.

Letztendlich konnte das Ziel in Rieden mit einer beeindruckenden Durchschnittsgeschwindigkeit von fast 99.5 km/h erreicht werden.

Mein persönliches Fazit

Diese Teilnahme am Glider Cup 2025 war für mich eine bedeutende Erfahrung, da es mein erster so weiter und langer Flug war. Die Vorbereitung im Simulator hatte sich ausgezahlt, dennoch war das reale Erlebnis mit all seinen Schwierigkeiten und Komplexitäten eine völlig neue Dimension.

Die Kombination aus Wettbewerbsdruck, verschiedenen Wetterbedingungen und der Notwendigkeit, zwischen verschiedenen Lufträumen zu navigieren, machte diesen Flug zu einem intensiven Lernerlebnis. Besonders wertvoll war der Austausch mit Peter Schmid auf dem Rücksitz, welcher mir half, die Bedingungen besser einzuschätzen und die komplexen Luftraumstrukturen sicher zu durchfliegen. Danke, Peter!

Erkenntnisse und Ausblick

Insgesamt bin ich mit meiner Leistung zufrieden und freue mich darauf, die gewonnenen Erkenntnisse in den kommenden Glider-Cup-Aufgaben anzuwenden. Dieser Flug hat mir gezeigt, dass ich mit guter Vorbereitung und strategischem Denken auch längere und anspruchsvollere Flüge erfolgreich meistern kann.

Die wichtigsten Lektionen aus diesem Flug:

  • Sorgfältige Planung der Route unter Berücksichtigung von Luftraumrestriktionen ist entscheidend
  • Flexibilität bei der Routenwahl je nach Wetterbedingungen und Thermik

1. Tag, 12. April 2025

Bericht von Robin Burger 

Am 12. April startete die SG Lägern mit dem ersten Glider Cup des Jahres in die Wettbewerbssaison. Aufgabe Nummer 21 führte vom Aussichtspunkt Durschlegi bei Amden als Start- und Zielpunkt über zwei Sektoren: das Schweizertor und die Rothornbahn in Lenzerheide.

Wetter und Flugbedingungen

Am Morgen war die Thermik noch nicht fliegbar, doch ab dem Mittag entwickelten sich hervorragende Bedingungen, die es den Piloten ermöglichten, die Aufgabe zügig zu absolvieren. Gegen Abend setzte leichter Föhn ein, der jedoch von den später gestarteten Piloten geschickt genutzt wurde, um ihre Flüge zu optimieren.

Die Aufgabe bot sowohl Jungpiloten als auch langjährig erfahrenen Fliegern wertvolle Erkenntnisse und Lernmomente. Die Mischung aus unterschiedlichen Wetterphasen und die Anforderungen der Strecke stellten eine ideale Gelegenheit dar, Flugerfahrung zu vertiefen und die eigenen Fähigkeiten weiterzuentwickeln.

Abschluss des Wettbewerbstages

Die meisten Piloten hatten die Aufgabe abgeschlossen, bevor der Föhn spürbarer wurde. Nur wenige nutzten ihre Hilfsmotoren, um sicher nach Schänis zurückzukehren. Der Tag fand seinen entspannten Ausklang bei einem wohlverdienten Bier im Flugplatzrestaurant, wo die Teilnehmer den erfolgreichen Auftakt der Wettbewerbssaison Revue passieren liessen und ihre Erlebnisse austauschten.

Mein persönliches Fazit

Der erste Task des Glider Cups 2025 - und zugleich mein allererster - war für mich eine wertvolle und bereichernde Erfahrung. Die guten Wetterbedingungen und die engagierte Unterstützung durch den Fluglehrer ermöglichten einen gut organisierten und lehrreichen Ablauf. Besonders schätzte ich die Möglichkeit, während meines Fluges von einem erfahrenen Fluglehrer begleitet zu werden, der mir direkt im Cockpit wertvolle Tipps gab. Dieser Flug war eine ideale Gelegenheit, meine Fähigkeiten im strategischen Fliegen sowie im Umgang mit Thermik und Südwind zu vertiefen. Dabei gewann ich nicht nur an Vertrauen in meine fliegerischen Fähigkeiten, sondern nahm auch viel neues Wissen mit, das mich motiviert, in der kommenden Saison weiter an mir zu arbeiten.